Umgang mit Rezidivangst – ein Seminar für Menschen nach abgeschlossener Krebstherapie: die Angst vor einem Rückfall verstehen und Wege finden, mit ihr zu leben.
Seminarleiterin
Beschreibung/Programm
Die Behandlung ist abgeschlossen, die Befunde sind unauffällig. Trotzdem bleibt eine Sorge, die sich nicht einfach verabschiedet: Was, wenn der Krebs zurückkommt?
Die Angst vor einem Rückfall gehört zu den häufigsten und hartnäckigsten Belastungen nach einer Krebserkrankung. Sie meldet sich vor Nachsorgeterminen, bei unklaren Körpersignalen, manchmal auch ohne erkennbaren Anlass. Bei vielen wird sie gerade dann stärker, wenn die Behandlung vorbei ist und das engmaschige medizinische Netz sich lichtet. Fachlich wird dieses Phänomen als Rezidivangst bezeichnet.
Dieses Seminar erklärt, was in Körper, Gefühl und Denken passiert, wenn sich die Angst meldet, und woran sich erkennen lässt, wann sie zur normalen Verarbeitung gehört und wann sie den Alltag zu sehr einschränkt. Ziel ist nicht, die Angst zum Verschwinden zu bringen, das gelingt selten dauerhaft. Ziel ist ein sicherer Umgang mit ihr: zu wissen, was in diesen Momenten hilft, und Nachsorgetermine, Wartezeiten und Körpersignale wieder besser einordnen zu können.
Das Seminar verbindet fachliche Impulse aus der Psychoonkologie mit angeleiteten Übungen und geschütztem Austausch mit Menschen, die diese Angst aus eigener Erfahrung kennen.
Die Inhalte und Ziele des Seminars
Verstehen, was Rezidivangst ist: Warum diese Angst nach überstandener Behandlung so verbreitet ist, wie sie entsteht und warum sie kein Zeichen mangelnder Stärke ist, sondern eine nachvollziehbare Reaktion auf eine reale Unsicherheit.
Die eigene Angst einschätzen und einordnen können: Ein einfaches Modell zeigt, wie sich Angst auf vier Ebenen zeigt, im Körper, im Gefühl, im Denken und im Verhalten, und wie sich an jeder dieser Ebenen ansetzen lässt. Mit dem Angst-Thermometer lässt sich zusätzlich einschätzen, wie stark die Angst gerade ist und was in welcher Stufe hilft: ab wann Beruhigung im Vordergrund steht und ab wann wieder Raum für eigene Fragen und Entscheidungen ist.
Vermeidungsziele von Annäherungszielen unterscheiden: Manche Reaktionen auf die Angst, etwa ständiges Kontrollieren, das Vermeiden von Untersuchungen oder übermäßiges Recherchieren, bringen kurzfristig Erleichterung und verstärken die Angst langfristig. Das Seminar zeigt, wie sich davon Handlungen unterscheiden lassen, die trotz der Angst zu den eigenen Werten passen, und wie sich mehr von diesen Annäherungszielen in den Alltag holen lässt.
Nachsorgetermine besser durchstehen: Konkrete Strategien für die Zeit vor und nach Kontrolluntersuchungen, für das Warten auf Befunde und für den Moment im Wartezimmer.
Körpersignale realistisch einschätzen: Wie sich ein Symptom, das ärztlich abgeklärt werden sollte, von einem Alarm unterscheiden lässt, der aus der eigenen Übervorsicht kommt.
Leben, auch wenn die Angst mitkommt: Wege, Pläne zu machen, Nähe zuzulassen und den Alltag zu gestalten, ohne auf ein Gefühl völliger Sicherheit zu warten, das es nicht geben wird.
Etwas mitnehmen, das trägt: Konkrete Übungen und Kartenmaterial für Momente, in denen die Angst besonders groß ist.
Unter Menschen, die es kennen: Austausch im geschützten Rahmen mit anderen, die diese Angst selbst durchleben.
Seminarleiterin
Dr. rer. medic. Martina Preisler, Diplom-Psychologin, Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin sowie Psychoonkologin mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung. Durch ihre langjährige Tätigkeit am Comprehensive Cancer Center der Charité Universitätsmedizin Berlin und in eigener Praxis begegnet sie täglich Menschen, die mit der Angst vor einem Rückfall leben.
Für wen ist dieses Seminar?
- Menschen nach abgeschlossener kurativer Krebsbehandlung,
- Menschen in der Nachsorgephase und
- Menschen, die die Angst vor einem Rückfall der Erkrankung als belastend erleben
Mit freundlicher Unterstützung von
Bristol Myers Squibb ist ein weltweit tätiges BioPharma-Unternehmen, das sich die Erforschung, Entwicklung und die Bereitstellung innovativer Medikamente zur Aufgabe gemacht hat, die Patient:innen dabei helfen, schwere Erkrankungen zu überwinden. Unsere Forschung konzentriert sich unter anderem auf die Bereiche Onkologie, Hämatologie, Immunologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neuroscience. Weiterführende Informationen auf bms.com/de, LinkedIn, Instagram und YouTube.
Wenn die Angst bleibt
Für Betroffene
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