„Es ist nicht das Ende – es ist ein neuer Anfang.“ Nach einer Operation an der Prostata erleben viele Männer, dass ihre Erektion nicht mehr wie gewohnt funktioniert oder ganz ausbleibt. Mediziner sprechen hier von einer erektilen Dysfunktion.
Für viele Betroffene ist das mehr als eine körperliche Veränderung. Die Fähigkeit zur Erektion ist häufig eng mit dem eigenen Selbst­bild als Mann verbunden. Wenn sie eingeschränkt ist, können Verunsicherung, Scham, Frustration oder Rück­zug aus Nähe und Partner­schaft entstehen.
Bei SURVIVORS HOME bieten wir Ihnen eine vertrauliche Einzel­beratung an. In geschützter Atmosphäre haben Sie die Möglichkeit, offen über Ihre persönliche Situation, Ihre Sorgen und Ihre Fragen zu sprechen.

Inhalte der Beratung

 

Sexualität bedeutet mehr als körperliche Funktion. Sie umfasst Nähe, Vertrauen, Berührung, Intimität und emotionale Verbundenheit. Auch wenn sich der Körper verändert hat, können erfüllende Erfahrungen weiterhin möglich sein – oft auf neue, vielleicht unerwartete Weise.
Ein vertrauens­voller Austausch mit dem Gegenüber spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn Sie sich mit Ihrer veränderten Situation angenommen fühlen, kann neues Selbst­vertrauen entstehen.

Neue Partner kennenlernen?

Leben Sie aktuell nicht in einer festen Beziehung, haben aber eine neue Frau bzw. einen Mann kennen­gelernt, stellen sich oft besondere Fragen:
Wann spreche ich über meine Krebs­erkrankung? Wie finde ich die richtigen Worte?
Auch diese sensiblen Themen können Sie in der Beratung besprechen und für sich einen stimmigen Weg entwickeln.

In dieser offenen Gesprächs­runde erhalten betroffene Männer und Frauen die Möglich­keit, ihre persön­lichen Fragen rund um die Behandlung von Krebs­erkrankungen der Harn­blase, Niere, Prostata und Hoden direkt an eine erfahrene Expertin zu richten. Barbara Graffstädt, Oberärztin der Klinik für Urologie am Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin, nimmt sich Zeit, individuell auf die Anliegen der Teil­nehmenden ein­zugehen – ehrlich, kompetent und verständlich. Ob Fragen zu modernen diagnostischen Verfahren, zu Therapie­wegen oder zu mög­lichen Belastungen und Neben­wirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz nach Prostata­entfernung: In dieser Runde darf alles offen an­gesprochen werden.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung auf konkrete und klar formulierte Fragen ausgelegt ist. Aus­führliche Schilderungen der gesamten Kranken­geschichte oder komplexe An­liegen, für die eine detaillierte Sichtung von Befunden und Unter­lagen notwendig wäre, können in diesem Rahmen nicht bearbeitet werden. Ziel ist es, möglichst vielen Teil­nehmenden die Gelegen­heit zu geben, präzise Antworten auf zentrale Fragen zu erhalten – kompakt, verständlich und im Rahmen der gemeinsamen Gesprächs­zeit für alle gut zugänglich. Ein Vier-Augen-Gespräch im Rahmen dieser Veranstaltung ist nicht möglich.

Was Sie erwartet

Im Mittel­punkt stehen die aktuellen medikamen­tösen, operativen und inter­disziplinären Behandlungs­optionen bei Tumoren der urologischen Organe sowie deren mögliche Folgen. Gesprächs­inhalte können unter anderem sein:

Ziel ist es, gemeinsam mit Oberärztin Graffstädt Orientierung zu gewinnen, Perspektiven zu verstehen und einen geschützten Raum für Austausch und ehrliche Antworten zu schaffen.
Herzlich eingeladen sind alle, die sich mit diesen Fragen beschäftigen – unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose vorliegt, eine Behandlung erfolgt oder Entscheidungen noch bevorstehen.