Die Behandlung bösartiger Hirntumoren erfordert ein interdisziplinäres Vorgehen. Neben aktuellen neurochirurgischen Strategien stehen auch die weitreichenden psychosozialen Auswirkungen für Patient:innen und Angehörige im Fokus. Die Veranstaltung beleuchtet medizinische Fortschritte sowie neuropsychologische Folgen der Erkrankung und zeigt Wege auf, wie Betroffene mit den vielfältigen Herausforderungen umgehen können
Programmablauf
17:00 – 17:45 Uhr
Geist und Gehirn: Umgang mit psychischen Belastungen bei Hirntumoren
Dr. Gordian Griffiths
Psychologischer Psychotherapeut, Psychoonkologe NCT Berlin / Charité Comprehensive Cancer Center
Die Diagnose eines Hirntumors ist nicht nur eine medizinische Herausforderung, sondern auch eine große psychosoziale Belastung – sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Neben der emotionalen Belastung können der Tumor selbst und seine Behandlung kognitive, sprachliche und motorische Einschränkungen mit sich bringen. Diese Veränderungen beeinflussen den Alltag aller Beteiligten und erfordern neue Bewältigungsstrategien. In diesem Vortrag beleuchten wir die neuropsychologischen Folgen von Hirntumoren und zeigen, wie Patient:innen und Angehörige mit diesen Herausforderungen umgehen können.
18:00 – 18:45 Uhr
Die Rolle der Neurochirurgie in der multimodalen Therapie von bösartigen Hirntumoren
Prof. Dr. Peter Vajkoczy
Direktor der Klinik für Neurochirurgie mit Arbeitsbereich Pädiatrische Neurochirurgie, Charité Berlin
Die Behandlung bösartiger Hirntumoren erfordert einen interdisziplinären Ansatz, bei dem die Neurochirurgie eine zentrale Rolle spielt. In diesem Vortrag werden aktuelle neurochirurgische Strategien im Rahmen der multimodalen Therapie diskutiert, einschließlich ihrer Wechselwirkungen mit adjuvanten Verfahren wie Strahlen- und Chemotherapie. Basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen werden chirurgische Techniken, intraoperative Bildgebung und innovative therapeutische Konzepte beleuchtet, die zur Verbesserung der Prognose und Lebensqualität der Patient:innen beitragen.
Die Behandlung von Brustkrebs entwickelt sich kontinuierlich weiter und erfordert ein umfassendes Verständnis moderner Therapiekonzepte. Neben innovativen medizinischen Ansätzen und neuen Behandlungsmöglichkeiten rücken auch die vielfältigen Belastungen und praktischen Herausforderungen im Alltag der Betroffenen in den Fokus.
Die Veranstaltung beleuchtet aktuelle Fortschritte in der Brustkrebstherapie und zeigt zugleich auf, welche bewährten Strategien, Pflegetipps und Unterstützungsangebote Patientinnen helfen können, die Erkrankung und ihre Folgen besser zu bewältigen.
17:00 – 17:45 Uhr
Aktuelle Therapieansätze bei Brustkrebs: Ein Update
Prof. Dr. Jens-Uwe Blohmer
Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Brustzentrum, Charité CCM
18:00 – 18:45 Uhr
Pflegewissen, das stärkt – praktische Impulse für die Zeit mit Brustkrebs
Esther Wiedemann
Funktionsleitung, Breast Care Nurse, Charité CCM
Vor Ort sind folgende Selbsthilfegruppen:
https://www.dasbuusenkollektiv.de/
u.a.
Die Ernährung während einer Krebserkrankung wirft viele Fragen auf und Betroffene sehen sich oft mit widersprüchlichen Empfehlungen konfrontiert. Eine bedarfsgerechte Ernährung kann jedoch einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und zum Therapieverlauf leisten. Die Veranstaltung gibt evidenzbasierte Orientierung im Umgang mit den vielfältigen Ernährungsempfehlungen und zeigt auf, welche Strategien bei krankheits- oder therapiebedingten Beschwerden wie Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust tatsächlich hilfreich sein können. Dabei werden sowohl praktische Ernährungsansätze als auch der Umgang mit den physischen und psychischen Herausforderungen thematisiert, die entstehen, wenn Essen zur Belastung wird.
17:00 – 17:45 Uhr
Ernährung bei Krebs – Orientierung im Dschungel der Empfehlungen
Anne-Sophie Vetter von der Lilie
Diät- und Ernährungsberatung, Medizinische Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin, Charité CVK
18:00 – 18:45 Uhr
Wenn Essen zur Herausforderung wird – Ernährung bei Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
Katja Cattien
Diät- und Ernährungsberatung, Medizinische Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin, Charité CVK
Ein erhöhtes familiäres Krebsrisiko wirft viele Fragen auf und erfordert sowohl medizinisches Wissen als auch emotionale Bewältigung. Neben Informationen über genetische Veranlagungen und individuell angepasste Präventionsmaßnahmen steht die persönliche Perspektive im Fokus: Wie lebt es sich mit dem Wissen um eine genetische Mutation? Die Veranstaltung beleuchtet medizinische Zusammenhänge und Vorsorgemaßnahmen bei familiärem Krebsrisiko sowie die psychologischen Herausforderungen für Menschen, die eine genetische Disposition tragen, aber noch nicht erkrankt sind.
17:00 – 17:45 Uhr
Familiäres Krebsrisiko verstehen: Von der genetischen Disposition zur personalisierten Prävention
Prof. Dr. Dorothee Speiser
Stellv. Klinikdirektorin Klinik für Gynäkologie mit Brustzentrum der Charité und Leiterin Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs Charité, CCM
18:00 – 18:45 Uhr
BRCA1 und ich: Betroffen, aber (noch) nicht erkrankt: Ein Erfahrungsbericht über das Leben mit einer genetischen Mutation
Matea Tadic
Betroffene und Patient Advocate für „Das Buusenkollektiv“
im Gespräch mit
Dr. Martina Preisler
Dipl.-Psychologin und Psychoonkologin, Charité Comprehensive Cancer Center
Vor Ort sind folgende Selbsthilfegruppen:
(Eintrag folgt)
Fatigue gehört zu den häufigsten und belastendsten Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung und beeinträchtigt den Alltag der Betroffenen erheblich. Neben den medizinischen Ursachen dieser tumorаssoziierten Erschöpfung und den verfügbaren Behandlungsansätzen stehen auch psychologische Bewältigungsstrategien im Fokus. Die Veranstaltung beleuchtet anhand konkreter Beispiele die verschiedenen Facetten von Fatigue und zeigt auf, welche medizinischen und psychologischen Wege es gibt, um mit der chronischen Müdigkeit und Erschöpfung umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.
17:00 – 17:45 Uhr
Ursachen und Behandlung von Fatigue bei Krebspatient:innen mit Fallbeispielen
Dr. Kirsten Wittke
Oberärztin, Hämatoonkologin, Charité Fatigue Centrum
18:00 – 18:45 Uhr
Psychologische Strategien zur Bewältigung von Müdigkeit und Erschöpfung
Oliver Özöncel
Dipl.-Psychologe, Psychoonkologe, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité CBF
Das Leben mit metastasiertem Krebs stellt Betroffene vor besondere Herausforderungen, die weit über medizinische Aspekte hinausgehen. Neben einem Überblick über moderne Behandlungsmöglichkeiten und individuell angepasste Therapiekonzepte steht auch die persönliche Perspektive im Fokus: Wie gelingt es, mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung zu leben und den Alltag zu gestalten? Die Veranstaltung verbindet medizinisches Fachwissen mit authentischen Erfahrungen aus dem Leben mit Metastasen und zeigt auf, welche Wege zwischen aktiver Behandlung, Selbstwirksamkeit und Lebensqualität möglich sind.
17:00 – 17:45 Uhr
Metastasierter Krebs heute: Medizinische Optionen, individuelle Wege
PD Dr. Arndt Stahler
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin; Med. Klinik m. S. Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie Charité CVK
18:00 – 18:25 Uhr
Wenn Krebs bleibt: 12 Jahre leben mit Metastasen – zwischen Medizin und Selbstwirksamkeit
Dr. Babett Baraniec
Biologin, Medizinpädagogin, Betroffene und Gründerin des Krebs Campus
18:25 – 18:50 Uhr
Panel: Wenn Krebs bleibt — Was trägt, was fehlt, was sich ändern muss
mit Dr. Babett Baraniec (Betroffene und Gründerin des Krebs Campus), Mag. Claudia Altmann-Pospischek (Betroffene, FSH Netzwerk Leben mit Metastasen) und Ananda Marion Gittner (Betroffene, FSH Netzwerk Leben mit Metastasen)
Moderation: Dr. Martina Preisler, Psychoonkologin Charité CCC
Selbsthilfegruppen vor Ort:
Frauenselbsthilfe Krebs – Netzwerk Leben mit Metastasen mit den Moderatorinnen Claudia Altmann-Pospischek, Ananda Gittner und Christiane Plum
Die Behandlung von Lymphomen entwickelt sich kontinuierlich weiter und erfordert ein umfassendes Verständnis moderner Therapiekonzepte. Neben innovativen medizinischen Ansätzen und neuen Behandlungsmöglichkeiten rücken auch die vielfältigen emotionalen Belastungen und praktischen Herausforderungen im Alltag der Betroffenen in den Fokus.
Diese Veranstaltung beleuchtet aktuelle Fortschritte in der Lymphomtherapie und liefert tiefgreifende Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Hämatologie. Zugleich zeigt sie auf, welche bewährten psychosozialen Strategien und Unterstützungsangebote Patienten helfen können, die mit der Erkrankung verbundenen Ängste, Unsicherheiten und emotionalen Folgen besser zu bewältigen und die Lebensqualität nachhaltig zu stärken.
17:00 – 17:45 Uhr
Lymphome – aktuelle Therapiemöglichkeiten
Prof. Dr. Björn Chapuy
Professor für Translationale Lymphomforschung, Leitung Lymphome, Geschäftsführender Oberarzt, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité CBF
18:00 – 18:45 Uhr
Leben mit einem Lymphom – Bewältigung von Ängsten und Unsicherheiten
Isabell Schultze
M.Sc. Psych., Psychoonkologin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité CBF
Vor Ort sind folgende Selbsthilfegruppen:
(Eintrag folgt)
Nach einer Krebserkrankung beginnt für viele Betroffene eine neue Phase mit eigenen Herausforderungen. Neben möglichen Langzeit- und Spätfolgen der Therapie sowie sinnvollen Nachsorge- und Vorsorgemaßnahmen stehen auch die psychosozialen Aspekte der Rückkehr in den Alltag im Fokus. Die Veranstaltung beleuchtet, welche körperlichen Auswirkungen eine Krebsbehandlung langfristig haben und wie diese medizinisch begleitet werden kann, sowie die Frage, wie Betroffene den Weg zurück ins Leben finden und einen neuen Alltag gestalten können.
17:00 – 17:45 Uhr
Langzeitfolgen der Krebstherapie: sinnvolle Nachsorge- und Vorsorgeuntersuchungen
Prof. Dr. Bernhard Wörmann
Ambulantes Gesundheitszentrum der Charité in der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charité CVK
18:00 – 18:45 Uhr
Das Leben im Wandel – Wege finden mit und nach der Krebstherapie
Konrad Bär
M.Sc. Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Psychoonkologe, Charité Comprehensive Cancer Center
Die Präzisionsonkologie verspricht individuell zugeschnittene Krebstherapien auf Basis molekularer Tumormerkmale und eröffnet neue Behandlungsperspektiven. Neben den aktuellen medizinischen Möglichkeiten und realistischen Grenzen dieser innovativen Ansätze steht auch die psychosoziale Dimension im Fokus. Die Veranstaltung beleuchtet, wie zielgerichtete Therapien heute eingesetzt werden und welche Erwartungen sie erfüllen können, sowie die Frage, welche Rolle psychoonkologische Begleitung bei hochkomplexen, individualisierten Behandlungskonzepten spielt.
17:00 – 17:45 Uhr
Präzisionsonkologie HEUTE – Möglichkeiten und Grenzen
Dr. Maren Knödler
Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Ärztliche Koordinatorin, Charité Comprehensive Cancer Center
18:00 – 18:45 Uhr
Wie viel Psychoonkologie braucht die Präzisionsonkologie?
PD Dr. Ute Goerling
Dipl.-Psychologin, Koordinatorin Psychoonkologie, Charité Comprehensive Cancer Center
17:00 Uhr – Begrüßung und Einführung
Anne Wispler, SHG Hautkrebs Berlin
Tanja Page, YOKO Süd
Prof. Dr. Thomas Eigentler / Prof. Dr. Max Simon Schlaak, Hauttumorcentrum der Charité (HTCC)
17:10 Uhr – Selbsthilfegruppen stellen sich und ihre Arbeit vor
SHG Hautkrebs Berlin & YOKO Süd teilen ihre Erfahrungen und bieten Unterstützung
Anne Wispler / Tanja Page
17:40 Uhr – Hautkrebs verstehen, vorbeugen und handeln:
Das HTCC bietet wertvolle Einblicke in Prävention, Diagnosen und moderne Therapiemöglichkeiten
Prof. Dr. Thomas Eigentler / Prof. Dr. Max Simon Schlaak
18:10 Uhr – Pause – Zeit zum Durchatmen, Austauschen und Netzwerken
18:30 Uhr – Podiumsdiskussion:
Miteinander reden, voneinander lernen, Experten & Betroffene tauschen sich aus – Ihre Fragen sind willkommen!