Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den schwersten Herausforderungen der modernen Medizin. Trotz oft später Diagnosen und begrenzter Heilungschancen gibt es Fortschritte – in der Früherkennung, der operativen und medizinischen Behandlung und in der Unterstützung der Betroffenen. – Immer wieder berichten Menschen von Wegen, die Mut machen.
Anlässlich des Weltpankreaskrebstages laden das SURVIVORS HOME und die DRK Kliniken Berlin Köpenick zu einer besonderen Gesprächsrunde ein. Unter der Moderation von Marco Ammer sprechen Fachleute und Betroffene offen, verständlich und respektvoll über die vielen Facetten dieser Erkrankung – von der Diagnose über Therapie und Ernährung bis zum Leben danach.
Im Gespräch
- Prof. Dr. Matthias Pross, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie Köpenick, erläutert die chirurgischen Ansätze – etwa roboterassistierte Operationen – die heute neue therapeutische Möglichkeiten eröffnen.
- Dr. René Pschowski, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Nephrologie, erklärt, warum Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst spät erkannt wird, welche internistischen Therapien zur Verfügung stehen und wie eine strukturierte Nachsorge erfolgen kann.
- Tatjana Loose, Langzeitüberlebende, teilt ihre persönliche Geschichte: Wie sie mit Ausdauer, Akzeptanz und Zuversicht ihren Weg gefunden hat – und was ihr hilft, jeden Tag bewusst zu gestalten.
- Janina Falkenthal, Ernährungswissenschaftlerin und Diätassistentin (VDD), zeigt, wie eine gezielte Ernährungstherapie bei Pankreasinsuffizienz oder Diabetes Typ 3c nach der Operation helfen kann, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Gemeinsam sprechen die Gäste über Themen wie Früherkennung, Therapieoptionen,und vor allem darüber, wie Menschen mit dieser Diagnose ihren individuellen Weg finden können.
Im Anschluss an die Gesprächsrunde haben die Gäste vor Ort die Möglichkeit, eigene Fragen an die Gesprächspartner zu richten und in den persönlichen Austausch zu kommen.
Im dritten Teil unserer Veranstaltungsreihe zur Tumor-Fatigue widmen wir uns einem zentralen, zugleich herausfordernden Thema: Bewegung und Sport im Umgang mit anhaltender Erschöpfung.
Fachleute empfehlen körperliche Aktivität als wirksamen Ansatz zur Linderung von Fatigue-Symptomen. Doch viele Betroffene erleben genau hier eine große Hürde: Wie lässt sich Bewegung in Phasen intensiver Erschöpfung überhaupt umsetzen? Und was ist dabei zu beachten, um sich nicht zu überfordern?
Die Veranstaltung bietet fundierte Einblicke und praxisnahe Orientierung zu folgenden Aspekten:
- Empfehlungen zu Sport und Bewegung: Wie oft und wie intensiv sollte man sich bewegen und welche Art der körperlichen Beanspruchung (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit) ist am effektivsten?
- Mögliche Gefahren: Gibt es Kontraindikationen für Sport und Bewegung bei Fatigue und worauf sollte man achten, um sich nicht zu überfordern oder zu schaden?
- Unterstützungsmöglichkeiten: Welche Beratungs- und Sportangebote gibt es für Fatigue-Betroffene und sind die Angebote kostenfrei oder gibt es Kassenleistungen?
- Der Schweinehund: Wie schafft man es, sich trotz körperlicher Schwäche, zu sportlicher Betätigung zu motivieren und wie gelingt es, diese Motivation aufrechtzuerhalten?
- Wirkmechanismen und Forschung: Was ist bekannt über die somatischen und psychischen Prozesse, die daran beteiligt sind, dass sich die Fatigue-Beschwerden durch Bewegung und Sport verringern? Welche Forschungsprojekte finden in diesem Bereich statt?
- Prävention: Kann man durch frühzeitig Steigerung der körperlichen Aktivität dem Entstehen der Fatigue-Symptomatik entgegenwirken?
Rückblick: Die ersten beiden Teile der Veranstaltungsreihe
Ergänzend verweisen wir auf die beiden vorangegangenen Teile unserer Veranstaltungsreihe: „Im Fokus – Fatigue: Wenn Erschöpfung zum Alltag wird“ sowie „Im Fokus – Psychologische Aspekte der Tumor-Fatigue“. Beide Veranstaltungen bieten wertvolle Grundlagen und vertiefende Einblicke in das Verständnis und den Umgang mit Tumor-Fatigue und sind weiterhin über unsere Mediathek auf der Seite www.menschen-mit-krebs.de abrufbar.
Nicht jeder Brustkrebs ist tastbar – und nicht jede Diagnose verläuft gleich. Das invasiv-lobuläre Mammakarzinom (ILC) macht rund 10–15 % aller Brustkrebserkrankungen aus, ist meist hormonrezeptorpositiv, wächst diffus und zeigt andere Symptome als das häufigere duktale Karzinom. Deshalb wird es häufig erst spät erkannt. „Not always a lump“, also „nicht immer ein Knoten“ ist mehr als ein Slogan – es ist ein Weckruf für differenzierte Aufklärung, gezielte Früherkennung und individuelle Prävention.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Marion Kiechle beleuchten wir die Besonderheiten des lobulären Brustkrebs. Warum ist eine frühzeitige, typgerechte Diagnostik so entscheidend – gerade dann, wenn sich Tumoren nicht klassisch präsentieren? Und welche Bedeutung hat eine sorgfältige Nachsorge?
Dr. Yvonne Niepelt, Ärztin und selbst Patientin, bringt die persönliche Perspektive ein: Was bedeutet Therapietreue im Alltag? Wie gelingt der Umgang mit dauerhafter antihormoneller oder zielgerichteter Therapie? Und welche Rolle spielt Brustgesundheit jenseits der klassischen Selbstuntersuchung – insbesondere nach der Erstdiagnose?
Ein Abend voller medizinischem Fachwissen, persönlicher Erfahrung und offenem Austausch – für Patienten, Angehörige, Fachpublikum und alle, die Brustgesundheit neu denken wollen.
Jährlich erkranken ca. 70.000 Frauen an Burstkrebs. In den letzten 50 Jahren hat sich diese Zahl verdoppelt. Dabei ist das sogenannte Mammakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das kann für eine betroffene Frau eine äußerst emotionale und belastende Erfahrung sein. Häufig steht hier eine tiefe Angst vor möglichen Auswirkungen auf die Lebensqualität im Raum. Nicht nur der Verlust von Gesundheit, fraglichen Heilungschancen und Nebenwirkungen sondern auch die Veränderungen des Körpers spielen hierbei eine Rolle. Dies kann ganz empfindlich am Selbstwertgefühl der Betroffenen kratzen und damit auch Auswirkungen auf den Partner haben. Isolation ist häufig ein Resultat all dieser Aspekte.
Wie also verändert sich die Weiblichkeit? Wie kann man mit dem neuen Körpergefühl umgehen und wieder „Frau“ sein? Wie ist die gesellschaftliche Wahrnehmung beim Brustkrebs der Frau? Darüber sprechen wir in einer tabufreien Gesprächsrunde – besetzt mit der krebserfahrenen Nadja Will, Dr. Anke Kleine-Tebbe, der Chefärztin des Brustzentrums Köpenick der DRK Kliniken Berlin und der Soziologin Farina Bünning von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Zusammen mit den Gästen werfen wir einen Blick auf die Veränderungen im Berufsalltag aber auch auf die Auswirkungen beim Mutter-sein und die Körperlichkeit in der Partnerschaft. Freuen Sie sich auf ein ganz besonders spannendes Gespräch vor Ort im SURVIVORS HOME oder zu Hause am Bildschirm.
Die Diagnose Darmkrebs trifft immer jüngere Menschen – in teils aggressiveren Formen. Doch wo stehen wir mit der primären Vorsorge in Deutschland, um das Auftreten von Darmkrebs zu verhindern? Was passiert, wenn einen die Diagnose dann doch trifft? Welche Behandlungsmöglichkeiten bei Darmkrebs, einschließlich Operationen, Chemotherapie, Strahlentherapie sowie zielgerichteten Therapien und Immuntherapien gibt es? Bei der Therapieoption Operation wird im Vorgespräch immer das potenzielle Stoma thematisiert. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Stoma ist oft mit Ängsten und Vorurteilen (Ekel, Würde, Scham) verbunden. In der Gesprächsrunde um Marco Ammer werden wir diese Bedenken offen ansprechen, die psychischen Auswirkungen eines Stomas auf die Lebensqualität diskutieren und Strategien aufzeigen, wie durch gute Vorgespräche und Vorbereitungen Ängste abgebaut werden können. Denn häufig wird Stomaträgern die Genesung und das Leben erleichtert.
Zu Gast im SURVIVORS HOME
Wir dürfen in unserer Gesprächsrunde um Moderator Marco Ammer drei Gäste begrüßen: Lucy Kochan ist examinierte Krankenschwester und zertifizierte Wundexpertin sowie zertifizierte Pflegeexpertin Stoma-Kontinenz-Wunde. Begleitet wird sie von ihren beiden Kollegen Lena Niemann, Psychologin und Psychoonkologin und Dr. René Pschowski, Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Gastroenterologie und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Nephrologie der DRK Kliniken Berlin Köpenick.
Wir laden an diesem Abend interessierte Gäste und Freunde von SURVIVORS HOME ein. Kommen Sie gerne nach der offiziellen Talkrunde ins Gespräch mit den Experten.
Das Motto des Weltnierenkrebstags 2024 lautet „Zuhören“. Dabei sprechen wir darüber, wie wichtig es ist, als Patient gehört zu werden, um eine gemeinsame Entscheidung für den richtigen Therapieweg zu finden – zusammen mit den Angehörigen und Medizinern. Wir möchten aber auch darüber diskutieren, wie Patienten sich befähigt fühlen können, eine zweite Meinung einzuholen, wenn sie sich vom Arzt nicht gehört fühlen. Darüber hinaus möchten unsere Experten vor Ort auch dafür sensibilisieren, wem Patienten und Angehörige zuhören sollten: Hierbei stehen Fehlinformationen im Fokus und wie man überprüft, ob Quellen zuverlässig sind. Dabei haben die Themen in vielen Bereichen Allgemeingültigkeit und sind daher nicht nur für Betroffene von Nierenkrebs interessant.
Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend. Zu Gast sind Sigrid Spitznagel vom Nierenkrebs-Netzwerk Deutschland. Fachlich begleitet den Abend Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf von der Universitätsklinik Leipzig, die ein Kommunikationstrainingsprogramm für Ärzte entwickelt hat sowie der Facharzt für Urologie, Prof. Dr. Jan Roigas, Leiter der Klinik für Urologie, DRK Kliniken Berlin Köpenick.
Nach der Expertengesprächsrunde laden wir Sie ein, Ihre Fragen an die Panel-Teilnehmern zu richten. Sollten Sie nicht vor Ort teilnehmen, sondern sich online zuschalten, dann können Sie Ihre Fragen während der Veranstaltung an die Experten richten. Dazu finden Sie unterhalb des Videos die Möglichkeit.
Im Anschluss laden wir alle Gäste vor Ort zu einem lockeren Get-Together ein, um persönliche Gespräche in der angenehmen SURVIVORS HOME-Atmosphäre zu führen. Für Getränke und einen kleinen Snack ist gesorgt.
Ein Patient, der vor der Entscheidung für die richtige Behandlung seines Prostatakrebses steht, hat viele Fragen und Bedenken. Diese können je nach individueller Situation variieren. Wer selbstbestimmt Entscheidungen treffen möchte, muss sich über viele Einzelheiten seiner Erkrankung im Klaren sein:
- Welchen Prostatatumorstadium habe ich? (z.B., lokal begrenzt, fortgeschritten, metastasiert)
- Welche Behandlungsoptionen stehen mir zur Verfügung? (z.B., Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie, aktive Überwachung)
- Was sind die Vor- und Nachteile jeder Behandlungsoption?
- Wie werden die Nebenwirkungen der verschiedenen Behandlungen gehandhabt und wie beeinflusst jede Behandlung meine Lebensqualität?
- Welche Auswirkungen haben die verschiedenen Behandlungsoptionen auf meine sexuelle Funktion?
- Wie sieht die Erfolgsrate der verschiedenen Behandlungen aus, und was ist die Prognose für mein spezielles Stadium des Prostatakrebses?
- Wie wirkt sich meine altersbedingte Gesundheit auf die Behandlungsentscheidung aus?
- Gibt es spezielle Ernährungs- oder Lebensstiländerungen, die während der Behandlung hilfreich sein könnten?
Um diese Fragen zu beantworten, wäre lange und fundierte Gespräche mit dem behandelnden Arzt notwendig. Mittlerweile gibt es jedoch Technologien, welche sowohl Betroffene als auch Ärzte unterstützen. Dabei kommt das digitale Werkzeug Entscheidungshilfe Prostatakrebs ins Spiel – ein Programm, welches die sogenannte leitliniengerechte Behandlungsentscheidung für Patienten mit einem neu diagnostizierten Prostatakrebs unterstützt. Damit kann sich der Betroffene optimal auf das ärztliche Beratungsgespräch vorbereiten.
Wie dies genau funktioniert und was es für das Patienten-Arzt-Verhältnis bedeutet, darüber wollen wir im Prostatakrebs-Awareness-Monat November sprechen. Zu Gast im SURVIVORS HOME sind der niedergelassene Urologe Priv.-Doz. Dr. Manfred Johannsen aus Berlin-Spandau sowie ein Patient, welcher über seine Erfahrung im Umgang mit diesem seit dem Jahr 2021 verfügbaren Aufklärungs-Tool berichten kann.
Zu Gast im SURVIVORS HOME
Wir laden an diesem Abend interessierte Männer und Angehörige vor Ort oder an die Bildschirme ein. Informieren Sie sich, wie Sie auf einfache Art und Weise Ihre Erkrankung verstehen und dadurch eine vielleicht bessere Therapieentscheidung treffen können.
Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion, ED) sind ein häufiges Thema, das vor allem ältere Männer betrifft. Bei Männern, die an Prostatakrebs erkrankt sind, können jedoch zusätzlich durch die Erkrankung selbst sowie durch deren Behandlung – sei es durch Strahlentherapie oder eine Radikaloperation – Erektionsprobleme auftreten. Diese Veränderungen bedeuten nicht nur eine medizinische Herausforderung, sondern auch eine psychische Belastung für die Betroffenen und deren Partner.
Wir laden Sie ein zu einem Gespräch mit
Prof. Dr. Gralf Popken, Chefarzt im Klinikum Ernst von Bergmann, Potsdam, einem Experten auf dem Gebiet der Urologie und Andologie. Er wird verständlich und praxisnah die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Erektionsstörungen im Kontext von Prostatakrebs erklären und dabei auf Ihre Fragen eingehen.
Worüber sprechen wir konkret?
- Erektionsstörungen bei älteren Männern im Allgemeinen – ein Überblick:
- Warum treten Erektionsstörungen häufiger im Alter auf?
- Unterschied zwischen altersbedingten Erektionsproblemen und Nebenwirkungen der Krebstherapie.
- Zusätzliche Belastungen bei Prostatakrebs:
- Die psychischen und körperlichen Herausforderungen durch die Erkrankung.
- Einfluss von Alter, Krebsdiagnose und Therapienebenwirkungen auf die Sexualfunktion.
- Therapien und ihre möglichen Nebenwirkungen:
- Was passiert bei einer Strahlentherapie oder Radikaloperation?
- Welche Nebenwirkungen können auftreten, und warum sind Nerven, Gewebe und/oder Blutgefäße betroffen?
- Diagnostik bei Erektionsstörungen:
- Welche Diagnoseverfahren helfen, die Ursache von Erektionsproblemen zu klären?
- Die Rolle von medizinischen Untersuchungen und Gesprächen bei der Behandlung.
- Therapieansätze bei Erektionsstörungen:
- Konservative und moderne Behandlungsmöglichkeiten: von Medikamenten bis hin zu mechanischen Hilfsmitteln oder Operationen.
- Psychologische Unterstützung und Lebensstilveränderungen.
- Tabu brechen: Offener Umgang mit dem Thema:
- Warum es wichtig ist, über Probleme zu sprechen und Hilfe zu suchen.
- Ermutigung und Unterstützung für Männer und ihre Partner.
Wir möchten Betroffenen Mut machen, das Thema offen anzusprechen, sich mit den Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zu beschäftigen, denn Man(n) kann etwas tun! Lassen Sie uns gemeinsam einen Weg finden, diese Herausforderung zu bewältigen und Ihre Lebensqualität zurückzugewinnen oder zu verbessern.
Publikumsfragen vorab senden
In der Live-Veranstaltung wird Moderator Marco Ammer Publikumsfragen an Professor Popken zu richten. Bitte senden Sie uns dazu Ihre Fragen vorab bis spätestens 24. Februar 2025 per E-Mail an veranstaltungen@survivors-home.de. Selbstverständlich werden Ihre Fragen anonym behandelt.
Die Tumor-assoziierte Fatigue ist eines der häufigsten und für viele Betroffene das belastendste Syndrom im Zusammenhang mit der Krebserkrankung oder Krebstherapie. Fatigue geht einher mit körperlichen, kognitiven und psychischen Symptomen. Im Gegensatz zu alltäglicher Müdigkeit und Erschöpfung kann Fatigue nicht durch Schlaf oder Erholung gelindert werden.
Neue Veranstaltungsreihe zu Fatigue
Die Berliner Krebsgesellschaft e.V. und das SURVIVORS HOME Berlin laden zu einer neuen Veranstaltungsreihe über Fatigue ein, in der wir uns mit verschiedenen Aspekten der Tumor-assoziierten Fatigue auseinandersetzen. Die Veranstaltungen finden vor Ort im SURVIVORS HOME Berlin statt und können auch online mitverfolgt werden. Ferner sind die Aufzeichnungen nach dem Veranstaltungstag auch in der Mediathek bei CancerSurvivor – Menschen mit Krebs abrufbar.
Eröffnungsveranstaltung
Gäste dieser Auftaktveranstaltung sind Dr. Martina Schmidt vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und NCT Heidelberg und Lars Krause, Leiter der Tumor-Fatigue Selbsthilfegruppe Berlin. Moderiert von Marco Ammer werden sie über den aktuellen Forschungs- und Wissensstand informieren und im Anschluss mit dem Publikum diskutieren.
- Was ist bekannt über die Ursachen der Tumor-Fatigue und gibt es verschiedene „Subtypen“?
- Welche Zusammenhänge und Unterschiede bestehen zu anderen Erkrankungen, wie z.B. der Depression oder Post-Covid Fatigue?
- Was wird zur Behandlung oder zur Verringerung der Erschöpfungsbeschwerden von Expertinnen und Experten empfohlen? Gibt es neben den bekannten Empfehlungen, wie körperlichem Training und psychosozialen Interventionen, auch andere wirksame Behandlungsansätze, z.B. Medikamente, Ernährungsempfehlungen oder komplementärmedizinische Methoden?
- An wen kann ich mich bei Fatigue wenden? Wo finde ich Unterstützung bzw. Therapieangebote?
Dr. Schmidt wird zudem über ihre eigene wissenschaftliche Arbeit zur Tumor-Fatigue berichten. Sie ist als Wissenschaftlerin in der Abteilung „Bewegung, Krebsprävention und Survivorship“ am Deutschen Krebsforschungszentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Karen Steindorf tätig. In der LIFT-Studie hat das Team die aktuelle Fatigue-Versorgung in Deutschland untersucht und konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen sowie offene Bedarfe der Betroffenen identifiziert. Zugleich werden aus dieser und weiteren Studien neue Erkenntnisse zu Verlauf und Subtypen der Tumor-Fatigue und möglichen Einflussfaktoren gewonnen.
Ausblick auf die weiteren Teile ab 2026
Nach dem Auftakt mit einer Einführung in das Thema, einer Patientengeschichte und medizinischer Einordnung, folgen ab 2026 weitere Veranstaltungen zu:
- Psychologischen Auswirkungen der Tumor-assoziierten Fatigue: Wie beeinflusst Fatigue das seelische Wohlbefinden, und welche therapeutischen Ansätze helfen?
- Bewegung und Fatigue: Welchen Beitrag leisten körperliche Aktivität und gezieltes Training zur Linderung von Erschöpfungssymptomen?
- Zurück in den Beruf: Welche Herausforderungen erleben Betroffene beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben – und welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?
Die genauen Termine und weiteren Informationen folgen im dauern aktualisierten Veranstaltungsprogramm.
Unterstützungsangebot
Die Selbsthilfegruppe Fatigue bietet einmal im Monat Betroffenen Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung im Umgang mit Erschöpfung nach Krebs. Alle Informationen finden Sie im Flyer – hier zum Download verfügbar.
Lungenkrebs wird oft erst spät erkannt, doch moderne Medizin ermöglicht neue Wege in Diagnose und Therapie. Unser Experte erklärt in verständlicher Weise:
Grundlagen zu Lungenkrebs
Wer ist besonders gefährdet und warum bleibt Lungenkrebs oft lange unbemerkt? Wir werfen einen kurzen Blick auf die wichtigsten Risikofaktoren und Verbreitung.
Früherkennung für Risikopatienten
Niedrigdosis-Computertomografie (LDCT) als neue Vorsorgemethode – wie funktioniert sie und für wen ist sie geeignet? Ein kurzer Überblick über das Früherkennungsprogramm, das bald eingeführt werden soll.
Moderne Therapieansätze – mehr Lebensqualität für Betroffene
Lungenkrebsbehandlungen haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Dr. Frost wird ausführlich erklären:
- Zielgerichtete Therapien: Speziell bei Patienten, deren Lungenkrebs genetisch bedingt ist und nicht durch Rauchen entstanden ist. Oft sind diese Patienten jünger und haben bereits ein fortgeschrittenes Stadium, wenn die Krankheit entdeckt wird.
- Biomarker-Tests: Welche Rolle spielen sie bei der individuellen Therapieplanung? Erfahren Sie, wie gezielte Behandlungen dank dieser Tests auf den jeweiligen Tumortyp abgestimmt werden können, und welche Fortschritte in der EU bereits gemacht wurden.
- Lebensverlängerung und Verbesserungen bei Stadium 4: Anhand von Beispielen erklärt Dr. Frost, wie moderne Medikamente bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium helfen, die Lebensqualität zu verbessern und die Lebenserwartung deutlich zu verlängern.
- Stigmatisierung überwinden: Wir beleuchten, warum Lungenkrebs nicht nur eine Raucherkrankheit ist, und wie wir Betroffenen besser begegnen können.
Unsere Gäste
PD Dr. med. Nikolaj Frost, Leiter des Lungenkrebszentrums an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, und zwei Betroffene werden im Gespräch mit Moderator Marco Ammer von ihren Erfahrungen berichten und am Ende auch auf Ihre Fragen eingehen. Wir freuen uns, Ihnen die neuesten Entwicklungen in der Lungenkrebsbehandlung vorzustellen!