Die Dialogreihe „Talk about Cancer“ wird ein Höhepunkt des 25-jährigen Jubiläums der Stiftung sein. Krebs ist in allen gesellschaftlichen Schichten nach wie vor mit Angst, Leid und Tod verbunden. Dass sich diese Sichtweise deutlich ändert, ist eines der Ziele dieser Dialogreihe. Gerade die Darmkrebsprävention hat große Fortschritte gemacht. Mit der Einführung des bimodalen Darmkrebsscreening in 2002 (Stuhltest + Koloskopie) in die Regelversorgung konnten bundesweit viele Menschen diese Leistungen in Anspruch nehmen. Das war in Europa einmalig und hat erst nach vielen Jahren Nachahmer gefunden. Die Ergebnisse bis heute können sich sehen lassen; Inzidenz von und Mortalität an Darmkrebs konnten mit diesen Maßnahmen, vor allem mit dem Angebot der Vorsorgedarmspiegelung deutlich reduziert werden. Dennoch kann man nicht zufrieden sein; trotz aller Fortschritte sind ca. 60.000 Darmkrebs-Neuerkrankungen und 24.000 Todesfälle pro Jahr nach wie vor zu viele.

Zugriff auf den Live-Steam

Bitte beachten Sie, dass der Zugriff auf den Live-Stream über unsere Partnerseite CancerSurvivor – Menschen mit Krebs erfolgen muss. Öffnen Sie dafür zum Veranstaltungsbeginn einfach folgenden Link: menschen-mit-krebs.de/talk-about-cancer.

Auf der Veranstaltung spricht Krebs­bloggerin Susanna Zsoter über ihre Erkrankung. In den anschließenden Vorträgen und Gesprächs­runden geht es um Themen, die Krebs­betroffene im Zusammen­hang mit ihrer Erkrankung oft stellen: Wie gelangen neue Erkennt­nisse rasch und sicher vom Labor in die Anwendung und kann ich davon profitieren? Was sollte ich wissen, wenn ich mich für die Teilnahme an einer klinischen Studie interessiere? Wie erfahre ich von passenden Studien­angeboten? Und gibt es Erkenntnisse, die mir helfen, nach der Therapie wieder im Alltag, etwa im Berufsleben, Fuß zu fassen?

In der abschließenden Experten­fragestunde beantwortet Dr. Ursula Kramer, HealthOn, Freiburg, Fragen zum Nutzen von Apps für Krebs­betroffene.

Auf dem Podium mit dabei u.a.: Krebs­preisträgerin und Kinder­onkologin Prof. Dr. Angelika Eggert (Berlin); Lymphom­forscher Prof. Dr. Björn Chapuy (Berlin), Urologe Prof. Dr. Thorsten Schlomm (Berlin), Dr. Mridul Agrawal vom Recherche­portal iuvando (Boston), Versorgungs­forscherin Dr. Clara Breidenbach (Berlin), und Claudia Mohr von der Selbst­hilfe­organisation Leben nach Krebs!

Infos und Buchung

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung wird organisiert und durchgeführt von der Deutschen Krebsstiftung. Das Programm sowie alle Informationen zur Online-Teilnahme finden Sie unter https://www.deutsche-krebsstiftung.de/projects/german-cancer-survivors-week-2023/Wenn Sie vor Ort teilnehmen möchten, senden Sie bitte eine kurze Mail an brandon.bernack@kukm.de

Veranstaltungsort

Die Deutsche Krebsstiftung

Die Deutsche Krebsstiftung als Initiatorin der German Cancer Survivors Week setzt sich für die Belange derer ein, die mit Krebs leben. Sie unterstützt damit die Ziele der Deutschen Krebsgesellschaft im Kampf gegen die Erkrankung. Mehr unter www.deutsche-krebsstiftung.de

Zu Gast im SURVIVORS HOME sind zwei Experten und führende deutsche Forscher zum Thema Bewegung und Sport. Tauchen Sie in die faszinierende Welt der Bewegungsforschung ein und erfahren Sie Wissenswertes zum Zusammenhang von körperlichem Training bzw. körperlicher Aktivität und Krebs.

Professor Wiskemann vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg erklärt anschaulich, leicht verständlich und gleichermaßen faszinierend, wie Bewegung erfolgreich zur Reduzierung von Nebenwirkungen bei einer Krebstherapie eingesetzt werden kann. Dazu erhalten die Teilnehmer sowohl wissenswerte Informationen aus der Forschung als auch Tipps zur Aufnahme und Verstetigung eines körperlich aktiven Lebensstils.
Professor Dr. Joachim Wiskemann ist Sportwissenschaftler und Sportpsychologe. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe „Onkologische Sport- und Bewegungstherapie“ am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und des Universitätsklinikums in Heidelberg sowie Adjunct Assisstant Professor of Public Health Science an der Penn State University, PA, in den USA.

Professor Wolfarth, Leiter der Abteilung für Sport­medizin der Charité Universitäts­medizin Berlin und Mitglied des Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) stellt spannende onkologische Projekte seiner Abteilung in Berlin vor. Des Weiteren wird er die Versorgungs­aspekte und die Versorgungs­strukturen im regionalen Raum beleuchten und Ihnen die aktuellen Möglich­keiten für die Umsetzung von Bewegungs­programmen rund um das Thema Krebs und Sport vorstellen.
Professor Dr. Bernd Wolfarth ist Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnungen für Sportmedizin, Ernährungsmedizin und Präventivmedizin. Er ist seit September 2014 Lehrstuhlinhaber für Sportmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin und Chefarzt der interdisziplinären Abteilung für Sportmedizin der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Die weltweit größten Langzeitstudien stimmen darin überein, dass sichere, stabile Beziehungen und die Integration in eine Gemeinschaft an erster Stelle für psychisches und körperliches Wohlbefinden sorgen. Diese Erkenntnis ist bisher noch zu wenig bekannt und beachtet.

Anschaulich erklärt die bekannte Psychologin, was die Wissenschaft über den Gesundheitsfaktor „Soziale Kontakte“ weiß und in welche Wechselwirkungen ein reichhaltiges Sozialleben mit anderen wichtigen Faktoren wie gesunde Ernährung, Bewegung oder Nichtrauchen treten kann. Anhand von 6 Beziehungsprinzipien zeigt Ihnen Ulrike Scheuermann, wie Sie Ihre sozialen Beziehungen pflegen und vertiefen und wie Ihnen das helfen kann, stressresistenter und langfristig gesund zu bleiben – oder gesünder zu werden.

Nachzulesen ist dies auch in ihrem Grundlagenwerk über soziale Beziehungen: „Freunde machen gesund – Die Nummer 1 für ein langes Leben: deine Sozialkontakte“, Knaur Balance, München 2021. Freuen Sie sich auf einen spannenden Impulsvortrag und persönlichen Austausch im Anschluss mit Ulrike Scheuermann.