In einer Handfläche liegt ein Kompass, umgeben von weitläufigen Wiesen, Suche nach Orientierung.

Umgang mit Rezidiv­angst – ein Seminar für Menschen nach abge­schlossener Krebs­therapie: die Angst vor einem Rückfall verstehen und Wege finden, mit ihr zu leben.


Seminarleiterin

Dr. Martina Preisler

Dr. Martina Preisler

Diplom-Psycho­login und Psycho­onkologin – martinapreisler.com


Beschreibung/Programm

Die Behandlung ist abgeschlossen, die Befunde sind unauffällig. Trotzdem bleibt eine Sorge, die sich nicht einfach verabschiedet: Was, wenn der Krebs zurückkommt?

Die Angst vor einem Rückfall gehört zu den häufigsten und hart­näckigsten Belastungen nach einer Krebs­erkrankung. Sie meldet sich vor Nachsorge­terminen, bei unklaren Körper­signalen, manchmal auch ohne erkennbaren Anlass. Bei vielen wird sie gerade dann stärker, wenn die Behandlung vorbei ist und das engmaschige medizinische Netz sich lichtet. Fachlich wird dieses Phänomen als Rezidiv­angst bezeichnet.

Dieses Seminar erklärt, was in Körper, Gefühl und Denken passiert, wenn sich die Angst meldet, und woran sich erkennen lässt, wann sie zur normalen Verarbeitung gehört und wann sie den Alltag zu sehr einschränkt. Ziel ist nicht, die Angst zum Verschwinden zu bringen, das gelingt selten dauerhaft. Ziel ist ein sicherer Umgang mit ihr: zu wissen, was in diesen Momenten hilft, und Nachsorge­termine, Warte­zeiten und Körper­signale wieder besser einordnen zu können.

Das Seminar verbindet fachliche Impulse aus der Psycho­onkologie mit angeleiteten Übungen und geschütztem Austausch mit Menschen, die diese Angst aus eigener Erfahrung kennen.

Die Inhalte und Ziele des Seminars

Verstehen, was Rezidivangst ist: Warum diese Angst nach über­standener Behandlung so verbreitet ist, wie sie entsteht und warum sie kein Zeichen mangelnder Stärke ist, sondern eine nach­vollzieh­bare Reaktion auf eine reale Unsicherheit.

Die eigene Angst einschätzen und einordnen können: Ein einfaches Modell zeigt, wie sich Angst auf vier Ebenen zeigt, im Körper, im Gefühl, im Denken und im Verhalten, und wie sich an jeder dieser Ebenen ansetzen lässt. Mit dem Angst-Thermometer lässt sich zusätzlich einschätzen, wie stark die Angst gerade ist und was in welcher Stufe hilft: ab wann Beruhigung im Vorder­grund steht und ab wann wieder Raum für eigene Fragen und Entschei­dungen ist.

Vermeidungsziele von Annäherungs­zielen unterscheiden: Manche Reaktionen auf die Angst, etwa ständiges Kontrollieren, das Vermeiden von Unter­suchungen oder übermäßiges Recherchieren, bringen kurzfristig Erleichterung und verstärken die Angst langfristig. Das Seminar zeigt, wie sich davon Handlungen unterscheiden lassen, die trotz der Angst zu den eigenen Werten passen, und wie sich mehr von diesen Annäherungs­zielen in den Alltag holen lässt.

Nachsorgetermine besser durchstehen: Konkrete Strategien für die Zeit vor und nach Kontroll­untersuchungen, für das Warten auf Befunde und für den Moment im Wartezimmer.

Körpersignale realistisch einschätzen: Wie sich ein Symptom, das ärztlich abgeklärt werden sollte, von einem Alarm unter­scheiden lässt, der aus der eigenen Übervorsicht kommt.

Leben, auch wenn die Angst mitkommt: Wege, Pläne zu machen, Nähe zuzulassen und den Alltag zu gestalten, ohne auf ein Gefühl völliger Sicherheit zu warten, das es nicht geben wird.

Etwas mitnehmen, das trägt: Konkrete Übungen und Karten­material für Momente, in denen die Angst besonders groß ist.

Unter Menschen, die es kennen: Austausch im geschützten Rahmen mit anderen, die diese Angst selbst durchleben.

Seminarleiterin

Dr. rer. medic. Martina Preisler, Diplom-Psychologin, Systemische Einzel-, Paar- und Familien­therapeutin sowie Psycho­onkologin mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung. Durch ihre langjährige Tätigkeit am Comprehensive Cancer Center der Charité Universitäts­medizin Berlin und in eigener Praxis begegnet sie täglich Menschen, die mit der Angst vor einem Rückfall leben.

Für wen ist dieses Seminar?

  • Menschen nach abgeschlossener kurativer Krebsbehandlung,
  • Menschen in der Nachsorgephase und
  • Menschen, die die Angst vor einem Rückfall der Erkrankung als belastend erleben

Mit freundlicher Unterstützung von

Bristol Myers Squibb ist ein weltweit tätiges BioPharma-Unternehmen, das sich die Erforschung, Entwicklung und die Bereitstellung innovativer Medikamente zur Aufgabe gemacht hat, die Patient:innen dabei helfen, schwere Erkrankungen zu überwinden. Unsere Forschung konzentriert sich unter anderem auf die Bereiche Onkologie, Hämatologie, Immunologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neuroscience. Weiterführende Informationen auf bms.com/deLinkedInInstagram und YouTube.

Wenn die Angst bleibt

Themen_Leben_Soziales_Icon Leben & Erfahrung
Typ_Workshop_Icon Workshop

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Für Betroffene


Kalender Montag, 23.11.2026 Uhrzeit 16:30 - 18:00 Uhr